Eternal Lies

Wir fahren mit der Eisenbahn

Do you feel like we're being watched? (Sitzung vom 5.10.2014)

Unsere Helden landen mit ihrem Flugzeug in Mersa Fatma, einem heruntergekommenen Bergbaustädtchen, das bereits von zwei Dritteln seiner Bewohner verlassen wurde. Die erste Anlaufstelle ist das Gebäude der italienischen Bergbaufirma CMC, das auch bereits halb verfallen ist.
Auf dem Firmengelände kommt ein arabischer Einheimischer namens Sinuhe auf die Gruppe zu, nimmt sie in Empfang und führt sie zu seinem obersten Chef – Signore Renzo Segni, der in einem protzigen Thronsaal residiert, Haschisch raucht und sich anscheinend für den König der Welt hält. Die Gruppe merkt schnell, dass es sich lohnt, ihn mit Schmeicheleien zu umwerben; so erhalten sie leicht alle nötigen Informationen.
Die Bahnlinie nach Daloll ist leider nicht mehr in Betrieb. Zuletzt wurde noch die Ausgrabungsstätte per Bahn versorgt; Segni schimpft bei dieser Gelegenheit über die Expeditionsleiter, den „verrückten“ Acuna und den „drogensüchtigen“ Ayers. Seit dem Erdbeben, bei dem viele Expeditionsteilnehmer umgekommen sind, wurden die Ausgrabungen eingestellt; ein Teil der Crew befindet sich jetzt in einer nahen Ortschaft namens Kolluli.
Segni lädt uns noch zum Abendessen ein. Bedient werden die Helden von seinen drei Frauen, dazu wuseln ein Dutzend Kinder herum. Nach gutem Zureden erklärt Segni sich bereit, uns eine Lok sowie Sinuhe als Zugführer zur Verfügung zu stellen.
Die Gruppe heuert noch zwei Heizer an, Roberto und Jerome. Sinuhe und die beiden Heizer fahren auf der Lok; unsere Helden und das Gepäck fahren auf dem einzigen Waggon mit. Dann werden die letzten Reisevorbereitungen getroffen. Am nächsten Vormittag geht es los, doch die Reise wird bald von einer Düne aufgehalten, unter der die Schienen begraben sind und die erst unter großer Anstrengung beiseite geschaufelt werden muß. Der verletzte Jack Harper, der den Arm immer noch in der Schlinge trägt, ist von der Arbeit ausgenommen; alle anderen leiden unter der Erschöpfung.
Die Fahrt dauert länger als erwartet. Nach der ersten Nachtruhe stellt die Gruppe fest, dass ihre Ausweise gestohlen wurden. Beim nächsten Hindernis – diesmal ein Erdrutsch – müssen alle wieder zur Schaufel greifen. Jack nutzt die Gelegenheit, durchsucht die Lok und findet die gestohlenen Pässe im Tender versteckt. In den Sachen des Heizers Jerome findet er außerdem einen Briefumschlag mit dem Symbol eines Auges und dem Foto einer farbigen Frau. Jack ersetzt die Pässe mit etwas Papier und der Notiz „Nice Try“.
Dann geht die Fahrt weiter. Etwas später taucht die Ortschaft Kulloli in Sichtweite der Bahnlinie auf; die Helden beschließen kurzerhand, hier Halt zu machen und vielleicht neue Informationen über die Ausgrabungen zu erhalten.
Maureen bleibt vorläufig bei der Lok, während der Rest der Gruppe das Stück Weg zum Dorf zu Fuß zurücklegt – was in der prallen Sonne anstrengender ist als erwartet. Jerome fungiert als Übersetzer – obwohl die Gruppe ihm misstraut, da er vermutlich versucht hatte, die Pässe zu stehlen.
Die Dorfbewohner gehören zum Volk der Afar, über deren wilde Grausamkeit unsere Helden schon Schreckliches gehört haben. Im Gegensatz zu diesen Gerüchten erweisen sich die Afar jedoch als ausgesprochen gastfreundlich. Sie hatten beim Anblick der Lokomotive schon Hoffnung geschöpft, dass der Minenbetrieb wieder aufgenommen worden sein könnte, was Arbeit und Brot bedeutet hätte. Die Gruppe muß diese Hoffnung zwar enttäuschen, was der Gastfreundschaft jedoch keinen Abbruch tut.
Zwei Dorfbewohner, die bei der Ausgrabungsstätte gearbeitet haben, bieten sich sogar als Führer an. Sie raten jedoch ab, zur Ausgrabungsstätte zu gehen. Eine Gruppe von Afar hat sich dort angesiedelt, deren Verhalten ihnen seltsam vorkommt; sie sind sesshaft geworden und werben sogar Mitglieder anderer Stämme ab, um ihre Zahl noch zu vergrößern.
Eine ältere Frau namens Muhoho bittet um Hilfe, weil ihre Tochter krank ist. Jack schaut sich das Kind – ein zwolfjähriges Mädchen – an und entdeckt dabei am Türbalken der Hütte dasselbe Augen-Symbol, das er schon auf dem Briefumschlag in Jeromes Sachen gefunden hatte. Außerdem fällt ihm auf, dass sie und Jerome vertraut miteinander sind, obwohl sie das zu verbergen versuchen und insbesondere Jerome behauptet hat, er sei noch nie hier gewesen. Da Jack noch am wenigsten erschöpft ist, fällt ihm auch die Aufgabe zu, zur Lok zurückzukehren und Maureen herzuholen, die dem kranken Mädchen mit Penicillin leicht helfen kann. Daraufhin wird die Gruppe spontan zum Abendessen eingeladen.
Unsere Helden hören sich die Geschichten über Acuna und Ayers an, erfahren aber nichts wirklich Neues. Maureen fragt speziell nach dem Auge über dem Türbalken, welches sie als „Schutzzeichen“ bezeichnet. Sie liefert sich mit der alten Frau ein kurzes Frage-Antwort-Spiel, bei dem jeder versucht, die wahren Absichten des anderen zu ergründen, und schließlich ist das Eis gebrochen. Sowohl Jerome als auch Muhoho (die übrigens akzentfreies Englisch spricht) gehören zu einem alten Orden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Böse zu bekämpfen – genau wie unsere Helden. So ist die Gruppe an diesem entlegenen Ort auf unerwartete Verbündete gestoßen.

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Turloigh

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