Eternal Lies

Immer noch in der Wüste...

Es ist zu heiß und die Luft scheint kaum Sauerstoff zu enthalten...

Nachdem wir herausgefunden haben, dass unser Heizer Jerôme uns nicht umbringen will, sondern mit guter Absicht handelt, wagen wir es den Weg zur Ausgrabungsstätte fortzusetzen. Offenbar kennt er Ayers noch aus der Zeit der Ausgrabungen von 1925 und er berichtet von schrecklichen Geschehnissen aus der Zeit:
Auch Ayers hat einen dieser grässlichen Münder auf seinem Bauch, die offenbar nie wieder zu entfernen sind und ihren Ursprung in den Ritualen des furchtbaren Kultes haben, dessen Spuren wir nun schon viel zu lange folgen und der auch in unseren Reihen schon unauslöschliche Spuren hinterlassen hat. Er ist einer der drei verbliebenen Wächter, die weiteres Grauen dieser Götzenanbetung zu verhindern versuchen.

Also führt uns unsere Suche nun nach Iron Point, der damaligen Ausgrabungsstätte des alten Tempels. Ausgerüstet mit Dynamit und den nötigen Werkzeugen kämpfen wir uns durch die erbarmungslose Salzwüste.

Offenbar werden wir mit einigem Abstand von einem Mann auf einem Kamel verfolgt, der – so verrät der Blick durch das Fernglas – stark vernarbt ist und dem einige Finger fehlen. Da er sich nicht nähert, beobachten wir ihn nur und setzen unseren Weg zügig fort und gönnen uns nur eine kurze Rast um etwas zu essen.
Die Hitze scheint mir mehr zu schaffen zu machen, als ich es wahr haben möchte, denn offenbar bin ich gestolpert und habe mich an der Hand verletzt ohne es zu merken. Die anderen sehen mich so seltsam an…

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir die Ausgrabungsstätte…oder vielmehr das, was davon übrig geblieben ist: Eine Explosion hat vor langer Zeit das Lager in alle Winde geschleudert und zurück blieb ein mit blubberndem Schlamm gefüllter Krater. Dennoch gelingt es uns mit dem glücklicherweise mitgenommenen Dynamit den Eingang des Tempels ein Stück frei zu sprengen und können danach eine Öffnung graben, durch die Robert in den alten Tempel hinuntersteigen kann.
Doch bevor er sich auch nur eine Sekunde an die Dunkelheit gewöhnen kann, wird er von etwas am Bein gepackt und in die finstere Tiefe gezogen. Ohne Zögern stürzen Mr Carlisle und ich uns hinterher und folgen der Schleifspur mit unseren Taschenlampen bis zu einem sich öffnenden Raum, in dem sich uns ein verstörendes Bild zeigt:
Eine gallertartige Masse, die wie eine Mischung aus einem Truthahn und einer Amöbe aussieht, hält Robert mit einem seiner vielen Tentakel umklammert. Uns stockt der Atem. Zum Glück behält Mr Carlisle die Nerven und schießt auf den widerlichen Fangarm und der so befreite Robert rennt panisch ins Freie. Im Licht, das durch einen Schacht an der Decke fällt, können wir in der Mitte des Raumes eine Vertiefung erkennen in der sich eine Statue in Form eines riesigen verzerrten Mundes befindet, der wiederum den Zugang zu einem tiefen Schacht darstellt.
Wir haben kaum die Umgebung wahrgenommen, als ein rasender Robert mit einem Beil an uns vorbei stürmt und das Blob-Wesen in Stücke hackt. Verstörender Weise bleibt zunächst ein Löwen-Schädel von der Gestalt zurück – doch auch dieser wird von Robert schließlich zertrümmert…

Nachdem wir einen Augenblick durchgeatmet haben, kriechen wir zusammen mit Jerôme hinunter zu diesem unheiligen Ort und dokumentieren alles vorgefundene mit der Kamera.

Zur gleichen Zeit spielt sich an der Oberfläche bereits ein neues Drama ab:
Der vernarbte Stammesmann, der uns seit einiger Zeit verfolgte, nähert sich unserem Lager und attackiert Robert indem er versucht ihm in die Hand zu beißen. Während des daraus resultierenden Kampfes zwischen Robert und dem Vernarbten wird letzterer schließlich von einem unserer Führer erschossen. Von den Schüssen nach draußen gelockt, untersuchen wir die spärliche Kleidung des Mannes, können aber nichts finden, dass uns über seine Herkunft und seine genauen Absichten Auskunft gibt.

Also untersuchen wir die Umgebung des Tempels und finden auf einem kleinen Hügel die Öffnung des Schachts über der Tempel-Statue, deren Rand mit scharfkantigen Glasscherben verziert ist. Am Zugang des Tempels findet sich oberhalb der zerfallenen Türe ein Loch im Stein und uns fällt auf, dass der von uns gefundene Stein mit dem Augensymbol genau in diese Aussparung passt. Nach kurzem Zögern setzen wir unser Fundstück dort ein, aber müssen mit einer Mischung aus Erleichterung und Enttäuschung feststellen, dass nichts geschieht.

Nach diesen Ereignissen haben wir nun eine Rast verdient und wir beschließen nach einer kurzen Zeit der Erholung unsere Suche nun auf Ayers Person zu konzentrieren. Ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob ich diesem „Menschen“ überhaupt noch begegnen will….

Aber – natürlich – setzen wir in der Abenddämmerung unsere Suche nach Ayers fort und können ihn auch dank Roberts aufmerksamen Augen aufspüren. Schließlich steht uns der Mann gegenüber, dessen Geschichte wir nun schon seit einiger Zeit auf der Spur sind und dessen Anblick ein weiteres Bild sein wird, dass uns in unseren Albträumen verfolgt:

Mitten auf seinem nackten Bauch klafft ein abstoßender, versteinerter Mund…

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rivorange

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